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Calwer Alpenverein auf Schneeschuhtour in den Tuxer Alpen Die Tuxer Voralpen, zwischen Zillertal, Inntal und dem Brennerpaß gelegen, bilden mit ihren mäßig steilen Hängen und Gipfelhöhen um 2 500 Meter ein ideales Schneeschuhgelände. Anlässlich einer Tourenwoche im letzten Sommer wurde dieses Gebiet von den Calwer Bergfreunden erstmals besucht und der Wunsch geweckt, diese Gegend auch einmal im Winter zu besuchen.
Der Lawinenlagebricht verhieß günstige Bedingungen und 15 Schneeschuhfreunde fuhren nach Hippach am Anfang des Zillertales. Nach steiler Auffahrt über die Zillertaler Höhenstraße wurde in 1730 Meter Höhe die Atlas Sportalm erreicht. Dort wurden die Schneeschuhe auf die Rucksäcke geschnallt und in zweistündiger Wanderung bei herrlichem Sonnenschein die Rastkogelhütte auf 2124 Meter Höhe erreicht. Sie sollte das Standquartier für die nächsten zwei Tage bieten. Verführt durch das herrliche Bergwetter unternahmen die Wanderer am späten Nachmittag noch eine erste Eingehtour auf das 2 336 Meter hohe Kreuzjoch, wo sich ein erster Blick auf das großartige Gipfelpanorama bot. Nach dem Abendessen gab Wanderführer Kurt Pfrommer noch einige Ausführungen zur Beurteilung der Lawinengefahr, der Interpretation des Lawinenlageberichtes und zur Handhabung der Verschütteten Suchgeräte.
Nach kalter Nacht machte sich die Gruppe am nächsten Morgen auf, um den 2 576 Meter hohen Roßkopf zu besteigen. Der Weg führte zunächst durch zum teil steile Hänge hinüber zum Sidanjoch und dann über ein Hochplateu mit Rücken und Mulden in mäßiger Steigung zum Gipfel. Oben herrschte eisiger Wind und die heraufziehenden Wolken deuteten einen Wetterumschwung an. Trotzdem konnte noch das herrliche Panorama bewundert werden. Im Norden das Karwendel, im Osten die Kitzbühler Alpen, im Westen die Stubaier Alpen und im Süden am Zillertaler Hauptkamm. Es herrschte noch Föhnwetterlage und so konnte eindrucksvoll beobachtet werden, wie sich die massigen Föhnwolken über den Hauptkamm der Zillertaler Alpen drängten. Nach der Rückkehr zur Hütte wurde noch eine Suchübung mit den Verschütteten Suchgeräten unternommen. Hier zeigte sich, wie wichtig regelmäßige Übungen mit diesen Geräten sind, denn die Suche in der Praxis ist nicht so einfach wie es in der Gebrauchsanleitung der Geräte zu lesen ist. Wenn dann bei einem Lawinenabgang mit verschütteten Personen noch die Aufregung dazu kommt, wird es noch schwieriger.
Leichter Schneefall, tiefhängende Wolken und eisiger Wind prägten das Wetter am nächsten Morgen. Trotzdem stiegen wir noch zu dem 2 423 Meter hohen Gipfel des Kraxentragers hinauf und erreichten entlang des Gipfelgrates noch die nächste Erhebung, ein Berg mit 2 445 Meter Höhe, der nur den Namen Gipfel trägt. Nach der Rückkehr zur Hütte hieß es Abschied nehmen von der gastlichen Rastkogelhütte und der freundlichen Hüttenwirtin Ursula mit ihrem Familienteam, die uns so gut und angenehm versorgt hatten. Über den Aufstiegsweg erreichten wir wieder die Fahrzeuge bei der Sportalm und nahmen uns vor, auch im nächsten Jahr wieder eine Schneeschuhtour zu unternehmen.
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