|
|
|
Alpenverein wandert auf der herbstlichen AlbTrotz wenig nach goldenem Oktober klingenden Wettervorhersagen ließen sich 19 wackere Wandersleute nicht davon abhalten, vom Fuß der Burg Hohenneuffen über den in herbstlichen Farben strahlenden Albtrauf entlang zu wandern. Das erste Ziel war die Barnberger Höhle, wo mit der Taschenlampe die Gänge erkundet wurden, bis die niedrige Decke zur Umkehr zwang. Über den Heidengraben, eine alte Befestigungsanlage der Kelten, wurde das Schillingskreuz erreicht, wo die Mittagsrast stattfand. Das nächste Ziel war der Steinbruch am Hörnle, der vor einigen Jahren stillgelegt wurde und seitdem einen hervorragenden Lebensraum für seltene Flora und Fauna bietet. Der ehemalig Vulkanschlot am „Jusi“, heute in markannter Berg im Albtrauf, bot den Wanderern bei klarer Sicht Panorama-Ausblicke pur in die Weite unseres schönen Ländle. Durchs Neuffener Tal und 300 Höhenmeter Anstieg über die Schlosssteige wurde nach mehr als 6 Stunden Wanderzeit die Burg Hohenneuffen nun endgültig „eingenommen“. Auf dieser größten, geschichtsträchtigen Burgruine Süddeutschlands haben sich die Regierungschefs der von den damaligen Militärregierungen in den amerikanischen und französischen Besatzungszonen gebildeten Länder Württemberg-Baden (Reinhold Maier), Württemberg-Hohenzollern (vertreten durch Innenminister Viktor Renner) und Baden (Leo Wohleb) bereits im Jahr 1948 zu einer Konferenz über eine Vereinigung der drei Länder getroffen, die sich durch Volksabstimmung im Jahr 1952 als Initialzündung für die Gründung des Landes „Baden-Württemberg“ herausgestellt hat. Punktgenau zur Ankunft der Wanderer am Hohenneuffen öffnete jedoch der Himmel seine Pforten, so dass den Calwer DAV`lern leider weniger „Weitsicht“ vergönnt war als seinerzeit den früheren Regierungschefs. Dennoch war es ein gelungener Wandertag und der Dank gilt den Wanderführern Hilde und Ewald Toaschko für die Organisation und die Durchführung der Tour. |