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Durch die Dunkelheit zum Sonnenaufgang auf den Belchen: ein Naturerlebnis zum Niederknien.
DAV und Schwarzwaldverein Calw erlebten auf Schneeschuhen den arktischen Südschwarzwald
Nach dem gemeinsamen Treffen aller 15 Teilnehmer im Gasthof Lawine in Fahl, hatte der Tourenführer Jürgen Rust gleich den ersten Konditionstest geplant. Zuerst ging es mit dem Sessellift zum Herzogenhorn. Ein atemberaubendes Wintermärchen zog hier oben sogleich alle Wanderer in ihren Bann. Nach der Anprobe und Einstellung der Schneeschuhe ging es sofort Richtung Feldberg. Am Haus der Natur vorbei war der erste Anstieg zur Todtnauer Hütte zu bewältigen. Ein grandioser Sonnenuntergang ermahnte die Calwer, den Abstieg nach Fahl anzutreten, wo der letzte Teil des Abstiegs, durch die Fahler Wasserfälle in der Dunkelheit noch recht spannend wurde.
Am nächsten Tag klingelte schon um 5:00 Uhr der Wecker. Ein Lunchpaket und heißen Tee eingepackt, ging die kurze Fahrt zur Talstation der Belchen Bahn. Bei klirrender Kälte, das Thermometer zeigte minus 18 Grad, war schon das Anziehen der Schneeschuhe eine erste Herausforderung. Fest eingemummt, mit steifen Fingern stapften alle los. Über den Wanderern funkelte ein sensationeller Sternenhimmel, während im Schnee die Stirnlampen den Weg suchten. Der Schnee knirschte unter den Steigzacken und nach wenigen Minuten hatte jeder seinen fast meditativen Schritt gefunden. Irgendwann begann es zu dämmern und ein unvergleichlicher Blauton zeichnet sich am Himmel ab. Noch wenige Minuten und der mystische Belchen mit seinen 1414 m war erreicht. Schon blitzten die ersten Strahlen am Horizont und ganz langsam schob sich der rote Feuerball mächtig nach oben. Windböen mit über 60 km ließen dieses Schauspiel zu einem einzigartigen Erlebnis mit den Naturgewalten werden. Die Orkanböen trieben die Calwer jedoch zu einem schnellen Abstieg, der teilweise durch seinen hochalpinen Charakter an die Teilnehmer sehr hohe Anforderungen stellte. Als gegen Mittag das Wiedener Eck erreicht wurde, sehnten sich alle nach einer wärmenden Stube. Nach einer heißen Suppe wurde das letzte Stück der 17 km langen Strecke auf dem Wanderweg Schonach-Belchen zurückgelegt, wo nach fast 8 Stunden der Ausgangspunkt wieder erreicht wurde. Müde, zufrieden aber mächtig stolz über die tolle Leistung ging es zurück zur „Lawine“ Am letzten Tag war mehr die Kultur angesagt. Ein Besuch des ehemaligen Klosters St. Trudbert im Münstertal, der Stadt Staufen mit Burgruine der Zähringer, rundeten drei unvergessliche Tage auf eine besondere Art ab.
Jürgen Rust
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