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Bergfrühling in den Chiemgauer AlpenHerrliche Wanderung über blühende Matten
Das blumenreiche Gebiet um den Geigelstein und dem Breitenstein in den Chiemgauer Alpen sollte vor 25 Jahren für den Pistenskilauf erschlossen werden. Nach heftigen Protesten des Alpenvereins und der Naturschutzverbände konnte dieses Vorhaben verhindert werden. So blieb ein einzigartiges Kleinod der Natur für die Nachwelt erhalten. Grund genug für den Alpenverein auch diese Gegend einmal zu besuchen.
Nach zügiger Anfahrt über die Autobahn wurde Schleching, südlich des Chiemsees, erreicht. Ein etwas altertümlich aussehender Sessellift brachte die Wanderer zum Ausgangspunkt, die Wuhrsteinalm in 1163 Meter Höhe. Über blumenreiche Wiesenhänge erreichte man nach zwei Stunden den Gipfel des Breitensteins mit 1661 Meter Höhe. Hier bot sich gleich ein grandioser Ausblick. Im Süden grüßten der Wilde und der Zahme Kaiser und dahinter die schneebedeckten Berge der Hohen Tauern. Im Norden konnte man die Tour für die nächsten Tage überblicken: Über den lieblichen Geigelstein zu der schroffen Kampenwand mit ihren elf Gipfeln. Nach zum Teil steilem Abstieg erreichten die Wanderer dann die Priener Hütte, 1 410 Meter hoch gelegen.
Über Wiesen mit herrlich blühendem Enzian und durch Latschen wurde am nächsten Morgen der Gipfel des 1 813 Meter hohen Geigelsteins erreicht. Hier bot sich nochmals ein herrlicher Panoramablick auf die umliegenden Gipfel und hinunter zum Sims- und Chiemsee. Über weitläufiges Almgelände wurde der Weitlahnerkopf erreicht und anschließend zu der 1 000 Meter hoch gelegenen Dalsenalm abgestiegen. Durch lichten Bergwald ging es hinauf zum nächsten Nachtquartier, der gastlichen Sonnenalm, in 1 400 Meter Höhe, unmittelbar neben der Bergstation der Kampenwandbahn.
Am letzten Tag stand die Kampenwand auf dem Programm. Auf breitem Panoramaweg wanderte man hinüber zur Steinlingalm und anschließend über Schrofen und an Drahtseilen zu dem 1669 Meter hohen Ostgipfel, mit dem massiven, 12 Meter hohen Gipfelkreuz, dem größten in den bayerischen Alpen. Über steile Hänge mit herrlich blühenden Orchideen und durch den Bergwald erreichten die Wanderer die Bergstation der Hochplattebahn, mit der sie gemütlich und entspannt nach Marquartstein hinunterschwebten.
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