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Stuttgarter HütteInformationen zur Stuttgarter Hütte
Geschichte der Stuttgarter Hütte (2310 m) Die Grundsteinlegung der Stuttgarter Hütte wurde 1909 auf dem Krabachjoch über Zürs gelegt. Die Einweihung der Hütte erfolgte am 01. August 1910.
1911 entstand der Verbindungsweg (Boschweg) zur Ulmer Hütte.
1931 musste die Hütte wegen Baufälligkeit geschlossen und abgerissen werden.
1936 Einweihung der neu aufgebauten Hütte
1962 wird die Versorgung der Hütte durch eine Materialseilbahn von der Trittalpe aus vorgenommen.
1964 wird die Gaststube durch einen Anbau erweitert.
1984 durch Dr. Schaude wurde die Patenschaft der Hütte an die Beziksgruppe Calw übertragen.
1987 musste eine Generalsanierung mit Einbau einer separaten Pächterwohnung, komplette Neugestaltung der Sanitäranlagen, sowie Errichtung eines Winter- und Selbstversorgungsraums.
11.09.1988 Einweihung des Gipfelkreuz und dem Calwer Steig auf die Fanggekarspitze. Die Bergmesse richtete der Franziskanermönch Clement Götz aus.
1989 wurde die Stromversorgung von der Trittalpe bis zur Hütte mit einem im Boden verlegten Stromkabel gelöst. Das alte Dieselaggregat wurde dadurch hinfällig.
28.2.1990-01.3.1990 Orkan Wibke richtete an der Hütte schweren Schaden an. Es wurde das Dach teilweise abgedeckt und der Schnee drang bis in die Küche und Gastraum vor.
1999 wurde eine vollbiologische Abwasserreinigungsanlage installiert.
25.07.2009 100 jähriges Hüttenjubiläum mit Bergmesse
08.08.2009 Sternwanderung der BG Calw (40 jähriges Jubiläum) auf die Hütte.
2010 Umbaumaßnahmen der im Dachgeschoß befindlichen Lager in Zimmerlager. Modernisierung der Brandschutzmeldeanlage und Fluchtwege. Neubau einer neuen Materialseilbahn mit Personenbeförderung.
Zeitzeugen der Bezirksgruppe Calw Im Jahre 1986 wurde Herbert Grieshaber aus Bad Teinach-Zavelstein als neuer Hüttenwart der Stuttgarter Hütte auf dem Krabachjoch über Zürs in den Lechtaler Alpen gewählt. Herbert Grieshaber trat die Nachfolge des langjährigen Hüttenwarts Hermann Knorpp aus Waiblingen an. Die Stuttgarter Hütte(2310m) ist die höchstgelegene Hütte der Sektion Schwaben. Dies ist eine von 9 sektionseigenen Hütten die sich in den Lechtaler Alpen, Karwendel, Kleinwalsertal, Silvretta, Rätikon und Schwäbische Alp verteilen. Anlässlich einer Tour der BG-Calw im Gebiet der Lechtaler Alpen-Boschweg-Valluga- Leutkircher Hütte im Jahre 1983 (Teilnehmer: Herbert Grieshaber, Rüdiger Will und Adolf Schäfer), wurde erstmals die Stuttgarter Hütte besucht und auch der Hausberg Fanggekarspitze bestiegen. Dort fand man nach Besteigen des Gipfels, nur noch Fragmente eines umgefallenen Holzkreuzes vor. Schnell wurde der Gedanke gefasst, ein neues Gipfelkreuz auf dem Berg zu installieren. Durch wiederholte Besuche der Hütte, entstand bald ein freundschaftliches Verhältnis zu dem damaligen Hüttenwirte Gebhart und Florian Beiser mit Familie. 1984 wurde der BG-Calw die Patenschaft der Hütte vom 1. Vorsitzenden Dr. Schaude übertragen. Die BG-Calw mit dem Hüttenwart Grieshaber identifizierte sich nicht nur mit der Stuttgarter Hütte, sondern leistete auch in den Jahren praktische und sinnvolle Arbeit so u.a. bei der Wiederinstandsetzung des Hüttendachstocks, der zweimal durch schwere Schneestürme abgedeckt und die Hütte selbst durch Schneeeinbruch in Schlafräume, Küche und Gastraum beschädigt wurde. Durch die entstandene Verbundenheit mit der Stuttgarter Hütte und der Fam. Beiser, nahm der im Jahr 1983 entstandene Gedanke auf dem Gipfel der Fanggekarspitze ein massives Gipfelkreuz zu errichten, Gestalt an. Herbert Grieshaber unterrichtete die BG Calw von dem Vorhaben und fand bei den Mitgliedern ein positives Echo. Die Spenden waren überraschend groß, und man konnte recht bald in der Werkstatt der Familie Pühl in Hirsau durch das Mitglied Günter Ulonska ein Aluminium Kreuz gestalten und anfertigen lassen. Die Gedenktafel mit der Widmung der BG Calw erfolgte in einer Gießerei in Stuttgart. Das Fundament, Fundament-Kassette und Gipfelbuch-Kassette erfolgte in verschiedenen Werkstätten in Bad Teinach –Zavelstein.
Die Fundament-Kassette enthält folgende Dokumente: Liste mit den Namen der Spender
Liste der engagierten Handwerker und Mitgliedern
Wanderpläne der DAV-Bezirksgruppe Calw
Exemplare der DAV- Sektionsnachrichten
Prospekte der Stadt Calw
Zeitungsausschnitte über Touren in den Lechtaler Alpen
Die für 1987 vorgesehene Montage des Gipfelkreuzes, musste wegen schlechtem Wetter auf das Jahr 1988 verschoben werden. Anfang August 1988 wurde das Gipfelkreuz bei einer Blitzaktion von drei Bergkameraden (Günter Ulonska, Adolf Schäfer und Franz Kloos) nach Zürs und weiter zur Stuttgarter Hütte transportiert. Von dort mit einem Hubschrauber auf den Gipfel der Fanggekarspitze gebracht. Unter schwierigen Bedingungen (Luftturbulenzen der Rotorblätter), konnte das Kreuz in letzter Sekunde in das vorbereitete Fundament eingebracht und fixiert werden, bevor es drohte abzustürzen. Koordinator war damals Hüttenwart Herbert Grieshaber. Die eindrucksvolle Gipfelkreuzfeier konnte schließlich am 10/11.09.1988 vorgenommen werden. Der damalige Franziskanerpater Clemens Götz(Freiburg), späterer Bürgermeister von Althengstett, zelebrierte die Bergmesse. Landrat Dr. Herbert Zerr(Calw), Heinz Rathgeber(1. Vorsitzender BG Calw), Herbert Grieshaber(Hüttenwart) und Julius Drück(Ehrenmitglied) sprachen Grußworte am Kreuz. Zum Schluss legte Herbert Grieshaber das Gipfelbuch, das von der Calwer Buchbindermeisterin Renate Dickel gestiftet und mit den Unterschriften aller 75 Teilnehmer der Bergmesse beinhaltet, in die Buchkassette am Gipfelkreuz. Die ganze Feier wurde umrahmt von den Posaunenbläsern aus Ottenbronn und Althengstett. Im Laufe der Jahre erfolgten noch viele Arbeitseinsätze einzelner Mitglieder und Handwerker der BG Calw im Rahmen der Patenschaftarbeit zusammen mit Herbert Grieshaber z.B. Wegsanierung, Drahtseilsicherung, Malerarbeiten usw. nicht zuletzt die Wegmarkierung und Pflege des Wegs(Calwer Steig) vom Erlijoch zur Fanggekarspitze. Hüttenwart Herbert Grieshaber übergab sein Ehrenamt 2005 an Klaus Rentschler(DAV-BG Calw) .
Herbert Grieshaber/Klaus Rentschler
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